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Text 2 von 5
Ute Wurtinger
Über meine Technik und meine Art zu arbeiten

Papier ist mein Malgrund. Acrylfarben, Ölkreiden, Farb- und Graphitstifte sind meine Materialien. Meine Werkzeuge sind Pinsel, Spachtel, Finger und spontan gewählte Dinge, mit denen sich Farbe auftragen lässt.

Diese Art zu malen lässt mir den Raum spontan zu sein, den Moment einzufangen.
Keine langen Trocknungsprozesse halten mich vom Malgrund fern. So wird die Idee des Augenblicks realisiert. Sofort festhalten, nicht verändern, zu diesem Moment stehen können, ihn nicht durch den Intellekt wieder verdecken.
So entstehen ganze Serien zu einem mich bewegenden Thema.

Ein ausgewogenes, gelungenes Bild erfordert den gleichen Zustand von mir. Ablenkungen und kleine Schwächen eines momentanen Zustandes machen sich sofort bemerkbar.
Mich fasziniert die Schönheit, die durch den Reiz der Spannung zwischen Harmonie und der kleinen Portion Disharmonie entsteht.
Das fertige Bild wirkt in sich immer harmonisch, ist jedoch voller Spannung und Dynamik.

Es ist immer wieder die Linie, die auf meinen Bildern das letzte Wort hat. Sie entscheidet über Qualität, Aussage und Gesamtwirkung.

Meine Arbeiten sind abstrakt in einer Form, die keine gegenständlichen Assoziationen aufkommen lassen will. Müsste ich mich einer Kunstrichtung zuordnen, sähe ich mich am ehesten in der Nähe der „Neuen Informellen Kunst“ .